Christoph

Stetter

MdL

Ihr Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Singen
Ihr Landtagsabgeordneter
im Wahlkreis Singen
Vier Personen, darunter Christoph Stetter, posieren auf der Tischmesse Stockach in einer großen Halle mit Industrie- und Beleuchtungsstrukturen im Hintergrund.

Tischmesse Stockach: Wo Vertrauen auf gute Ideen trifft

Über 80 Unternehmen, viele Gespräche und eine ganze Halle voller Ideen: Die Stockacher Tischmesse hat einmal mehr gezeigt, was entsteht, wenn Menschen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen. Für mich ist sie damit auch ein kleines Gegenmodell zu einer Entwicklung, die mir zunehmend Sorgen macht: zu viel Bürokratie, zu viel Kontrolle und zu wenig Vertrauen.

Als ich gefragt wurde, ob ich als Stockacher und Landtagsabgeordneter ein paar Worte zur Tischmesse sagen würde, habe ich natürlich gerne zugesagt. In der Vorbereitung stellte sich dann allerdings die entscheidende Frage: Was sagt man eigentlich?

Fast schon typisch deutsch, der erste Gedanke: Braucht man für die Teilnahme an einer Tischmesse eigentlich einen Antrag?

Formular A, dass man teilnehmen möchte. Formular B für den Tisch. Nachweis C, dass Formular A tatsächlich abgegeben wurde. Und zum Abschluss natürlich noch eine Dokumentation, dass man am richtigen Tisch gestanden oder gesessen hat.

Zum Glück ist dem nicht so. Und genau das macht die Tischmesse für mich zu einem schönen Gegenmodell zu vielem, was wir uns in den vergangenen Jahren aufgebaut haben.

Was passiert, wenn wir einander wieder mehr vertrauen?

Bei einer Tischmesse weiß niemand, was am nächsten Tisch passiert. Vielleicht sitzt dort der nächste Geschäftspartner. Vielleicht entsteht eine neue Idee. Vielleicht ergibt sich ein Auftrag.

Und vielleicht sitzt dort auch jemand, der den anwesenden Abgeordneten einmal ganz direkt sagt, wo ihm oder ihr der Kittel brennt.

Genau solche Begegnungen brauchen wir. Denn vieles beginnt mit etwas ganz Einfachem: Vertrauen. Denn manchmal habe ich den Eindruck, dass sich ursprünglich gute Prinzipien über die Jahre ins Gegenteil verkehrt haben.

Wir wollen Gerechtigkeit – und schaffen immer mehr Umverteilung. Wir reden von Eigenverantwortung und organisieren immer mehr Zuständigkeiten. Wir reden von Eigeninitiative und fragen zuerst nach dem richtigen Formular. Wir wollen Vertrauen – und schaffen am Ende immer mehr Bürokratie. Auf Dauer kann das nicht funktionieren.

Gerade Unternehmerinnen und Unternehmer wissen: Wer seine Kunden schlecht behandelt oder ihnen etwas verspricht, was er nicht halten kann, wird langfristig keinen Erfolg haben. Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind die Basis von allem.

Was für Unternehmen gilt, gilt genauso für die Politik. Deshalb müssen wir auch politisch stärker weg von Ankündigungsbilanzen und hin zu Umsetzungsbilanzen. Die Menschen erwarten zu Recht, dass auf Worte Taten folgen.

Politik kann nicht jedes Problem lösen

Das ist umso wichtiger in einer Zeit, in der die Herausforderungen enorm sind.

Der Krieg in der Ukraine dauert an. Internationale Handelswege sind unsicher. Die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus zeigen, wie schnell globale Krisen bei uns ankommen können. Energie- und Spritpreise steigen und belasten Unternehmen ebenso wie Verbraucher. Natürlich muss „die Politik” darauf reagieren. Aber zur Wahrheit gehört auch: Politik ist keine eierlegende Wollmilchsau.

Nicht jedes Problem kann der Bund lösen. Nicht jedes das Land. Und auch nicht jede Herausforderung kann die Stadt oder Gemeinde lösen. Viele Antworten beginnen deshalb nicht beim Staat. Sie beginnen bei jedem Einzelnen von uns.

Gerade deshalb sollten wir uns wieder stärker auf das konzentrieren, was wir selbst in der Hand haben: Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln, anpacken und miteinander ins Gespräch kommen.

Es passiert etwas – auch wenn man es nicht immer sieht

Bei aller berechtigten Kritik an Bürokratie und staatlicher Überregulierung dürfen wir dabei aber nicht übersehen, dass sich auch etwas bewegt.

Mit der gemeinsamen Modernisierungsagenda von Bund und Ländern wurden mehr als 200 konkrete Maßnahmen vereinbart. Es geht unter anderem um schnellere Genehmigungen, den Bau-Turbo, weniger Statistikpflichten, einfachere Unternehmensgründungen und den Abbau von Doppelstrukturen.

Auch bei der Umsetzung gibt es erste Fortschritte: Beauftragtenstellen wurden reduziert, Berichtspflichten abgebaut und Unternehmen von verschiedenen Vorgaben entlastet.

Das sind vielleicht nicht die großen Schlagzeilen, die morgens auf dem Frühstückstisch liegen. Aber genau solche Veränderungen machen am Ende einen Unterschied.

Denn jede Stunde, die ein Unternehmer weniger mit Formularen verbringen muss, ist eine Stunde mehr für sein Unternehmen. Für neue Ideen. Für Mitarbeiter. Für Investitionen. Für die Zukunft.

Auch Baden-Württemberg geht diesen Weg. Mit dem auf den Weg gebrachten Effizienzgesetz sollen landesrechtliche Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten reduziert werden. Gleichzeitig sollen Förderprogramme gebündelt und Antragsverfahren vereinfacht werden.

Das ist noch nicht das Ende des Weges. Aber es ist ein Anfang.

Das Glas ist halbvoll

Bei all den Krisen und Unsicherheiten sollten wir deshalb eines nicht vergessen: Wir haben allen Grund, zuversichtlich zu sein.

Bei der Tischmesse waren über 80 Unternehmen vertreten. Das zeigt mir: Wir haben starke Unternehmen. Wir haben engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben hervorragendes Handwerk, innovative Betriebe und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wir sollten uns deshalb nicht ständig von der schlechten Stimmung anstecken lassen, die uns manchmal landauf, landab vermittelt wird.

Vielleicht sollten wir uns ein kleines Beispiel an Pippi Langstrumpf nehmen. Eine ihrer bekanntesten Weisheiten lautet: „Der Sturm wird stärker. Ich auch“. Genau diese Haltung brauchen wir: Nicht die Probleme kleinreden. Aber ihnen mit Zuversicht und Tatkraft begegnen.

Mein herzlicher Dank gilt deshalb allen, die bei der Tischmesse dabei waren und gezeigt haben, was in Stockach geleistet wird – und natürlich allen, die an der Organisation und Durchführung beteiligt waren.

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Tischmesse Stockach: Wo Vertrauen auf gute Ideen trifft

Über 80 Unternehmen, viele Gespräche und eine ganze Halle voller Ideen: Die Stockacher Tischmesse hat einmal mehr gezeigt, was entsteht, wenn Menschen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen. Für mich ist sie damit auch ein kleines Gegenmodell zu einer Entwicklung, die mir zunehmend Sorgen macht: zu viel Bürokratie, zu viel Kontrolle und zu wenig Vertrauen.

Als ich gefragt wurde, ob ich als Stockacher und Landtagsabgeordneter ein paar Worte zur Tischmesse sagen würde, habe ich natürlich gerne zugesagt. In der Vorbereitung stellte sich dann allerdings die entscheidende Frage: Was sagt man eigentlich?

Fast schon typisch deutsch, der erste Gedanke: Braucht man für die Teilnahme an einer Tischmesse eigentlich einen Antrag?

Formular A, dass man teilnehmen möchte. Formular B für den Tisch. Nachweis C, dass Formular A tatsächlich abgegeben wurde. Und zum Abschluss natürlich noch eine Dokumentation, dass man am richtigen Tisch gestanden oder gesessen hat.

Zum Glück ist dem nicht so. Und genau das macht die Tischmesse für mich zu einem schönen Gegenmodell zu vielem, was wir uns in den vergangenen Jahren aufgebaut haben.

Was passiert, wenn wir einander wieder mehr vertrauen?

Bei einer Tischmesse weiß niemand, was am nächsten Tisch passiert. Vielleicht sitzt dort der nächste Geschäftspartner. Vielleicht entsteht eine neue Idee. Vielleicht ergibt sich ein Auftrag.

Und vielleicht sitzt dort auch jemand, der den anwesenden Abgeordneten einmal ganz direkt sagt, wo ihm oder ihr der Kittel brennt.

Genau solche Begegnungen brauchen wir. Denn vieles beginnt mit etwas ganz Einfachem: Vertrauen. Denn manchmal habe ich den Eindruck, dass sich ursprünglich gute Prinzipien über die Jahre ins Gegenteil verkehrt haben.

Wir wollen Gerechtigkeit – und schaffen immer mehr Umverteilung. Wir reden von Eigenverantwortung und organisieren immer mehr Zuständigkeiten. Wir reden von Eigeninitiative und fragen zuerst nach dem richtigen Formular. Wir wollen Vertrauen – und schaffen am Ende immer mehr Bürokratie. Auf Dauer kann das nicht funktionieren.

Gerade Unternehmerinnen und Unternehmer wissen: Wer seine Kunden schlecht behandelt oder ihnen etwas verspricht, was er nicht halten kann, wird langfristig keinen Erfolg haben. Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind die Basis von allem.

Was für Unternehmen gilt, gilt genauso für die Politik. Deshalb müssen wir auch politisch stärker weg von Ankündigungsbilanzen und hin zu Umsetzungsbilanzen. Die Menschen erwarten zu Recht, dass auf Worte Taten folgen.

Politik kann nicht jedes Problem lösen

Das ist umso wichtiger in einer Zeit, in der die Herausforderungen enorm sind.

Der Krieg in der Ukraine dauert an. Internationale Handelswege sind unsicher. Die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus zeigen, wie schnell globale Krisen bei uns ankommen können. Energie- und Spritpreise steigen und belasten Unternehmen ebenso wie Verbraucher. Natürlich muss „die Politik” darauf reagieren. Aber zur Wahrheit gehört auch: Politik ist keine eierlegende Wollmilchsau.

Nicht jedes Problem kann der Bund lösen. Nicht jedes das Land. Und auch nicht jede Herausforderung kann die Stadt oder Gemeinde lösen. Viele Antworten beginnen deshalb nicht beim Staat. Sie beginnen bei jedem Einzelnen von uns.

Gerade deshalb sollten wir uns wieder stärker auf das konzentrieren, was wir selbst in der Hand haben: Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln, anpacken und miteinander ins Gespräch kommen.

Es passiert etwas – auch wenn man es nicht immer sieht

Bei aller berechtigten Kritik an Bürokratie und staatlicher Überregulierung dürfen wir dabei aber nicht übersehen, dass sich auch etwas bewegt.

Mit der gemeinsamen Modernisierungsagenda von Bund und Ländern wurden mehr als 200 konkrete Maßnahmen vereinbart. Es geht unter anderem um schnellere Genehmigungen, den Bau-Turbo, weniger Statistikpflichten, einfachere Unternehmensgründungen und den Abbau von Doppelstrukturen.

Auch bei der Umsetzung gibt es erste Fortschritte: Beauftragtenstellen wurden reduziert, Berichtspflichten abgebaut und Unternehmen von verschiedenen Vorgaben entlastet.

Das sind vielleicht nicht die großen Schlagzeilen, die morgens auf dem Frühstückstisch liegen. Aber genau solche Veränderungen machen am Ende einen Unterschied.

Denn jede Stunde, die ein Unternehmer weniger mit Formularen verbringen muss, ist eine Stunde mehr für sein Unternehmen. Für neue Ideen. Für Mitarbeiter. Für Investitionen. Für die Zukunft.

Auch Baden-Württemberg geht diesen Weg. Mit dem auf den Weg gebrachten Effizienzgesetz sollen landesrechtliche Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten reduziert werden. Gleichzeitig sollen Förderprogramme gebündelt und Antragsverfahren vereinfacht werden.

Das ist noch nicht das Ende des Weges. Aber es ist ein Anfang.

Das Glas ist halbvoll

Bei all den Krisen und Unsicherheiten sollten wir deshalb eines nicht vergessen: Wir haben allen Grund, zuversichtlich zu sein.

Bei der Tischmesse waren über 80 Unternehmen vertreten. Das zeigt mir: Wir haben starke Unternehmen. Wir haben engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir haben hervorragendes Handwerk, innovative Betriebe und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wir sollten uns deshalb nicht ständig von der schlechten Stimmung anstecken lassen, die uns manchmal landauf, landab vermittelt wird.

Vielleicht sollten wir uns ein kleines Beispiel an Pippi Langstrumpf nehmen. Eine ihrer bekanntesten Weisheiten lautet: „Der Sturm wird stärker. Ich auch“. Genau diese Haltung brauchen wir: Nicht die Probleme kleinreden. Aber ihnen mit Zuversicht und Tatkraft begegnen.

Mein herzlicher Dank gilt deshalb allen, die bei der Tischmesse dabei waren und gezeigt haben, was in Stockach geleistet wird – und natürlich allen, die an der Organisation und Durchführung beteiligt waren.

Über mich

Ich bin Ihr direkt gewählter Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Singen in Baden-Württemberg. Mit großer Verbundenheit zu unserer Region setze ich mich für eine starke Wirtschaft, gute Bildung, moderne Infrastruktur, Sicherheit und lebenswerte Städte und Gemeinden ein. Politik muss verlässlich sein, Verantwortung übernehmen und spürbare Fortschritte für die Menschen vor Ort erreichen.

nächste Termine

24.09.2026, 14:00 Uhr
Ausschuss für Verkehr
Stuttgart
24.09.2026, 17:00 Uhr
Verkehrspolitischer Abend der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V.
Stuttgart
24.09.2026, 18:00 Uhr
Empfang beim Schweizerischen Generalkonsul
Stuttgart

Kontakt

Christoph Stetter MdL
  • Wahlkreisbüro
    Ekkehardstr. 12
    78224 Singen
    Telefon: +49 7731 5931213
  • Landtagsbüro
    Haus des Landtags
    Konrad-Adenauer-Str. 3
    70173 Stuttgart
    Telefon: +49 711 20638790
  • christoph.stetter@cdu.landtag-bw.de